Starnberg (rr) – Das gewichtige Einsparpotenzial durch den elektronischen Datenaustausch (EDI) liegt zumindest im Umfeld der Automobilhersteller brach. Nach einer Umfrage von Indatex SCI unter 947 Zulieferern haben nur 15 Prozent der Modulproduzenten (First Tier) ihre Zulieferer per EDI angebunden. Dagegen kommuniziert kaum mehr ein Autokonzern mit seinen Partnern auf Papierbasis: 95 Prozent der letzteren haben EDI-Adapter – auf Druck der OEMs. Die Studie konstatiert „eine enorme fremdinduzierte Verschwendung“: Da jede papierbasierte Rechnung im Schnitt Kosten von 15 Euro nach sich zieht, ergibt sich ein Rationalisierungspotenzial von 4,50 Euro pro Prozess. Ohne qualitative Einbußen können, so rechnet Indatex-Manager Stefan Tittel vor, „zwischen 0,36 und 1,35 Prozent vom Umsatz eingespart werden“. Generell erhalten deutsche Mittelständler mit einem Jahresumsatz von 200 bis 300 Millionen Euro im Schnitt 150 000 Rechnungen pro Jahr.