HSM als Ordnungshüter
Um die Daten in einer Tiered-Storage-Infrastruktur automatisch von einer Ebene auf die nächste migrieren zu können, sind so genannte HSM-Lösungen (Hierarchical Storage Management) erforderlich. HSM-Produkte gibt es schon seit vielen Jahren, sie führten allerdings bislang ein Nischendasein. Durch den ILM-Hype stehen sie jetzt wieder stärker im Rampenlicht.
Das größte Problem von ILM besteht nach wie vor darin, dass die Daten bereits bei ihrer Entstehung klassifiziert werden müssen. Dies ist die Voraussetzung, damit die HSM-Software sie nach der für die jeweilige Datenart definierten Zeitspanne automatisch auf kostengünstigere Medien verschieben beziehungsweise löschen kann. Entsprechend hoch ist der Anfangsaufwand bei der Implementierung einer ILM-Strategie. Für strukturierte Informationen wie sie zum Beispiel in Datenbanken vorliegen, ist dies noch relativ einfach zu bewerkstelligen. Sehr viel schwieriger wird dieses Unterfangen bei unstrukturierten Daten wie E-Mails, Word-Dokumenten, Excel- oder HTML-Dateien. Eine schlüssige Lösung für dieses Problem können die Hersteller bislang nicht anbieten.