Am erfolgversprechendsten erscheint derzeit der Ansatz, die bislang auf Fileservern gespeicherten Verzeichnisstrukturen möglichst vollständig in ein Dokumenten- oder Content-Management-System (DMS, CMS) zu integrieren. Die dadurch vorgegebenen Kategorisierungen lassen sich relativ einfach mit den gewünschten HSM-Richtlinien verbinden. Eine Datei würde dann jeweils so behandelt, wie es die HSM-Policy für die jeweilige Dokumentkategorie vorschreibt. Auch die bislang unstrukturierten Daten würden durch eine DMS-Lösung kategorisiert und damit einfacher handhabbar.
HSM-Lösungen sind von verschiedenen Anbietern erhältlich. So bieten Hersteller von Bandbibliotheken wie Storagetek oder Adic ihren Kunden entsprechende HSM- und Archivierungsprodukte an. Computer Associates hat in die neue Brightstor-Version 11.5 ebenfalls eine HSM-Option integriert. Das Tool arbeitet eng mit der Backup-Software Arcserve 11.5 zusammen. Auch Commvault bietet für die Backup-Lösung Galaxy mit dem Qinetix Data Migrator ein HSM-Produkt an, das sowohl Fileserver-Daten als auch E-Mail-Attachments automatisch auf kostengünstigere Speichersysteme verschieben kann. Die Enterprise-Lösungen von IBM/Tivoli, EMC/Legato, Hewlett-Packard, Symantec/Veritas und einigen anderen Herstellen bieten ebenfalls derartige Funktionen. Sie entlasten die Speichersysteme, indem E-Mail-Attachments für das ganze Unternehmen nur einmal zentral gespeichert und gesichert werden.