Nach Abschluss eines Geschäftstages sämtliche Dateien auf Backup-Medien abzuspeichern – diese Strategie hat über lange Jahre für eine konsistente Sicherung der Unternehmensdaten gesorgt. Wachsende Datenmengen, internationale Geschäftstätigkeit und der Bedarf einer Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit führen jedoch dazu, dass das notwendige Backup-Fenster immer schwerer offen gehalten werden kann. Inkrementelle Backup-Techniken wie Snapshot-Verfahren bringen zwar Erleichterung, doch erst CDP verspricht eine kontinuierliche Sicherung des Datenbestands und dessen Wiederherstellung zu einem beliebigen Zeitpunkt.
Eine Vielzahl von Produkten schmückt sich mit dem neuen Storage-Buzzword, aber noch herrscht Verwirrung darüber, wann der Tatbestand einer CDP tatsächlich erfüllt ist. „Viele Tools machen eher Occasional Data Protection”, lästert Mark Sorenson, Senior Vice President von EMC Software. Diese arbeiteten einfach granularer als bisher, schrieben aber nicht tatsächlich jeden I/O-Vorgang mit. Ein Werkzeug, das dies kann, hat EMC mit Recoverpoint auf den Markt gebracht. Die auf Kerntechnologie des kalifornischen CDP-Spezialisten Mendocino basierte Software bietet laut Sorenson „das Höchstmaß an Kontinuum“. Ein Treiber läuft auf dem Produktionsserver mit, der alle Schreibvorgänge auf ein zusätzliches Recovery-Speichersystem mitschreibt. Über den Austausch von Metadaten kommuniziert er mit der Recoverpoint Engine, die auf einem Standardserver läuft und über eine Managementschicht in die Backup-Tools Replication Manager und Legato Networker eingebettet ist.