Data Warehouse soll Unternehmen zum Herstellerwechsel bewegen
Steeb und Softm umgarnen DCW-User
Anwender der 2003 durch die SAP übernommenen Standardsoftware DCW müssen um deren Zukuft nicht mehr bangen: Softm hat dafür ein Analyse-Tool entwickelt, und die Walldorfer versprechen inzwischen zeitlich unbegrenzten Support.
Zusatzmodule sind bei Herstellern von Standardsoftware (ERP) ein etablierter Weg, um die Umsätze mit Bestandskunden anzukurbeln. Nach dem Vorbild der Branchengrößen hat der Münchner ERP-Anbieter Softm sein Produktspektrum mit einer Zusatzkomponente erweitert, die gezielt Kunden des von der SAP vor zwei Jahren übernommenen Softwarehauses DCW anspricht. Die Anwender der DCW-Software mit Schwerpunkt Rechnungslegung auf IBMs I-Series Plattform (früher AS/400) gehören zu den fokussierten Zielgruppen von Softm.
Schützenhilfe erhalten die Münchner von ehemaligen DCW-Beratern, die bei ihnenangeheuert haben. In einem hausinternen Produktvergleich zeigten sich im Bereich Controlling und Management-Reporting deutliche Defizite der DCW-Software. Analyse- und Reporting-Funktionen fehlen fast völlig. „Wir sehen gute Chancen mit einem Add-on für Reporting DCW-Kunden hinzuzugewinnen“, sagt Fahim Mohmand, Sales Manager bei Softm. Man beobachte seit langem, so Mohmand, dass im wettbewerbsintensiven Mittelstand ein zuverlässiges Controlling und transparentes Reporting für die Unternehmensführung unerlässlich sei.