Mit der IP-Technik eröffnen sich für das KVM-Switching völlig neue Möglichkeiten bis hin zum Netzwerkmanagement. Das traditionelle analoge Umschalten der Signale von Tastatur, Monitor und Maus gehört damit jedoch noch lange nicht zum alten Eisen.
Über die so genannte Stacking-Funktion des Paragon II lassen sich einzelne Einheiten so stapeln, dass modellabhängig zwei bis 64 User gleichzeitig auf insgesamt bis zu 10.000 Server zugreifen können
Zum Brot und Buttergeschäft in den meisten Rechenzentren gehört heutzutage ohne Zweifel das KVM-Switching (Keyboard, Video, Maus). Für viele Anwendungsszenarien ist die „traditionelle“, nämlich die analoge Variante dieser Technik immer noch State of the Art. Fast alle Hersteller in diesem Umfeld haben derzeit jedoch auch IP-basierende Versionen ihrer Switches im Angebot, meist auch in Kombination mit dem analogen Ansatz.
Zur Begriffsklärung: Analoge KVM-Switches arbeiten stets „out of Band“, also mit einer dedizierten Verkabelung abseits des aktiven Netzwerks. Für die Steuerung von Geräten mit RS232-Schnittstelle nutzt man die Untergruppe der Konsolenserver, eine Lösung, die auch als serielles Switching bezeichnet wird. IP-basierende Switches heißen dagegen im Fachjargon auch „digital“ und arbeiten „in Band“, also innerhalb eines Netzwerks. Sie verfügen daher auch über eine eigene IP-Adresse. Der vordergründige Schluss, die modernere IP-Technik werde den seriellen Zugriff bald komplett ablösen, führt allerdings in die Irre: Geht es nicht nur um gewöhnliche Administrationsaufgaben, sondern um eine Reaktion im Notfall, führt meist kein Weg an dem von einen funktionierenden IP-Netz völlig unabhängigen analogen Ansatz vorbei.