Unter einer Superplattform versteht die Burton-Group eine vollständige Infrastrukturlösung, auf der alle wesentlichen Business-Anwendungen laufen können. Sie enthält Applika-tionsserver, Integrationswerkzeuge, Datenbanken, Portale, Collaboration-Tools, Systemmanagement-Fuktionen, Identitätsverwaltung und Entwicklungsumgebungen. Damit bildet sie die Grundlage für serviceorientierte Architekturen und kann Hardware-Ressourcen flexibel auslasten. Ein typischer Vertreter einer Superplattform sei etwa die Bea-Produktreihe.
Burton unterteilt die Superplattformen in die drei Kategorien Java-, Dotnet- und ERP-fokussiert (Enterprise Resource Planning), wobei Dotnet und ERP durch jeweils nur einen Anbieter vertreten sind: Microsoft beziehungsweise SAP. Eine starke Vielfalt herrscht hingegen in der Kategorie Java. Hier tummeln sich mit Bea, IBM und Oracle die führenden Hersteller, die laut Burton mit Ausnahme von Bea weiter zulegen werden. Der Marktanteil von Companies wie Sun, Iona, Webmethods oder Progress liegt deutlich unter zehn Prozent – und schrumpft in Zukunft wohl weiter.