Brüssel (sts) – Sechs IT- Unternehmen haben bei der EU-Kommission Beschwerde gegen Qualcomm eingereicht: Der US-Chiphersteller soll durch überhöhte Lizenzgebühren für die Mobilfunktechnologie WCDMA den Markteintritt von Konkurrenten behindern.
„Wenn dies nicht überprüft wird, werden Kunden in Europa und anderen Teilen der Welt höhere Preise für Handys und Services zahlen müssen“, sagte Joe Hubach, Chefjustiziar von Texas Instruments (TI), gegenüber dem Wall Street Journal. Neben TI zählen Broadcom, Ericsson, Nokia, Panasonic und NEC zu den Beschwerdeführern. Ihnen zufolge soll Qualcomm zwischen 4,5 und 6 Prozent vom Preis eines Handys an Lizenzgebühren verlangen. Nach Angaben des Anwalts von TI und Nokia widerspricht dies jedoch Qualcomms Zusage gegenüber Standardisierungsgremien, seine Technologie unter nicht diskriminierenden Bedingungen zu lizenzieren. Die EU-Kommission hat eine Überprüfung hinsichtlich einer Verletzung europäischer Wettbewerbsregularien angekündigt.