Symposium Organic-Computing: Konformes Verhalten von autonomen Teilsystemen wird auf der Metaebene kontrolliert – Reaktionszeiten sind lahm
Selbstorganisation wird zum Generalprinzip
Karlsruhe (rr) – Mit den Prinzipien der Evolution treiben Karlsruher Organic-Computing-Experten (OC) komplexen Systemen Flausen aus: Selbstorganisation verhindert unerwünschte Eigenschaften, die trotz intakter Komponenten auftreten.
„Komplexe Systeme haben schon heute Schnupfen – mit OC kommen wir über die Symptome hinweg“, beschreibt Professor Hartmut Schmeck die Aufgabenstellung auf dem OC-Symposium. „In absehbarer Zeit sind wir von Millionen intelligenter Systeme umgeben – sei es im Auto, zu Hause, im Büro oder der Fabrik.“ Damit die kommunizierenden Systeme ihre Aufgabe erfüllen, hält der Professor am Institut für Angewandte Informatik (AFIB) der Uni Karlsruhe – und mit ihm die internationale Wissenschaftsgemeinde – ein Prinzip für unabdingbar: „Wir brauchen die Selbstorganisation, die Systeme sollen lebensähnlich sein.“
Laut AFIB-Institutsmitarbeiter Jürgen Branke ist das Szenario nicht fern: „98 Prozent aller Prozessoren sind eingebettete Systeme, nur zwei Prozent sind in Computern verbaut.“ Und durch die drahtlose Vernetzung steigt die Interaktion.