Noch verhindert das Fehlen herstellerübergreifender Standards den ganz großen Durchbruch, doch Marktforscher haben keinen Zweifel: Den Blade-Servern gehört die Zukunft. Sie benötigen weitaus weniger Platz und Energie als klassische Rack-Server, und zudem unterstützen sie sehr gut moderne Serverkonsolidierungs- und -virtualisierungskonzepte. Die Zahl der einschlägigen Anbieter ist überschaubar. Ein genauer Vergleich der angebotenen Lösungen ist auf jeden Fall lohnend.
Blade-Systeme sind modular aufgebaut: Blade-Rechner werden senkrecht in ein Chassis (hier: IBM Bladecenter) eingebaut, das eine hohe Gerätedichte erlaubt. Zur Verfügung stehen bei IBM Hotswap-fähige Zwei- und Vier-Wege-Konfigurationen mit Intel-, AMD- und Powerpc-basierenden Prozessoren. Verwaltungswerkzeuge wie IBM Director erlauben ein umfassendes Systemmanagement.
Beipiel für ein Server-Blade – hier das Proliant BL35p von HP
Blade-Server sind nun schon seit mehreren Jahren auf dem Markt – die entsprechenden Konzepte und Lösungen sind daher in vielerlei Hinsicht ausgereift und stabil. Wo es hingegen nur schleppende Fortschritte zu verzeichnen gibt, ist die Standardisierung des Serverchassis, auch Enclosure oder Blade-Center genannt. Blades – vollständige Rechnermodule mit Prozessor, Hauptspeicher, Festplatten, Netzwerk-Controller und Betriebssystem – benötigen anders als ihre klassischen, Rack-optimierten Geschwister kein eigenes Netzteil und damit auch keinen eigenen Stromanschluss. Die Stromversorgung läuft über die Verbindung zum Chassis, das auch Lüfter, Speicher, USB-Ports sowie die Verbindung zu VLANs und Switches zentral zur Verfügung stellt.