Seitdem die RAID-Technik (Redundant Array of Independent Disks) in Gestalt von Controller-Chips selbst auf den Mainboards von Massen-PCs angekommen ist, genießt sie mehr Aufmerksamkeit als zuvor – und verliert zugleich ein wenig vom Image des hochprofessionellen, verfügbarkeitsorientierten Speichermanagements, denn jetzt dient die Technik mitunter sogar Computerspielern zum schnelleren Nachladen ihrer Game-Komponenten. Dem Einsatz in künftigen Home-Multimediaservern und plattengestützten Videorecordern fiebert so mancher Hersteller schon entgegen.
Diese Situation ändert allerdings nichts daran, dass auf Sicherheit getrimmte RAID-Systeme eine perfekte Basis dafür darstellen, auch in kleineren IT-Umgebungen Daten so zu speichern, dass sie einen Plattenausfall oder andere Unbillen des Computeralltags eher ohne Dienstunterbrechung oder Verluste überstehen als auf einem Standard-Client oder Ein-Platten-Server. Sparfanatikern, die ihren Datensafe aus einem Kaufhaus-PC bauen wollen, sei dabei gleich verraten, dass die erwähnten Motherboard-Controller meist über deutlich weniger Funktionen verfügen als die Varianten auf speziellen Steckarten. Sparen kann man mit RAID allerdings nach wie vor durch den Einsatz preiswerter IDE- und SATA-Festplatten, deren mögliche Schwächen bei der Dauerhaltbarkeit ihre Schrecken verlieren, wenn die Geräte in einem Plattenverbund arbeiten.