Brodsky empfiehlt Unternehmen daher, gut über die passende Projektmethode nachzudenken. Oft komme die Wasserfallmethode zum Einsatz, die jedoch beim Offshoring zwangsläufig zu Problemen führe. Der Grund: Sie setzt ein lückenloses, gut strukturiertes Pflichtenheft voraus, weil im Entwicklungsprozess keine rückwärts gerichteten Schritte zugelassen werden.
Eine besser geeignete Methode ist dem Experten zufolge das Prototyping, bei dem zunächst nur ein Prototyp beschrieben und vom Dienstleister entwickelt wird. Dieser erste Entwurf wird dann im Unternehmen eingesetzt, obwohl er vielleicht nur 50 Prozent der Anforderungen erfüllt. Die Erfahrungen aus dem Betrieb werden dann genutzt, um weitere Anforderungen und Funktionalitäten zu beschreiben, die vom Offshore-Partner im nächsten Schritt umzusetzen sind.