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Ausgabe: 12/2005
Seite: 18
Zeitschrift: Windows IT Pro »


Die Netzwerk-Ports in den Griff bekommen, Teil 3

Wege ins Netz

Kein sicheres Netzwerk ohne möglichst tiefgehendes Verständnis der Technik, die dahinter steckt. Nach diesem Grundsatz hat unser Autor bereits in den ersten beiden Teilen dieses Artikels die verschiedenen Netzwerk-Ports und ihre Funktionen beschrieben. Dieser dritte und letzte Teil zeigt unter anderem, wie man einen Gesamtüberblick über alle offenen Ports bekommt.




Der beispielhafte Aufruf des „netstat“-Programms auf einem XP-System: Mit seiner Hilfe können die Ports direkt auf dem involvierten System untersucht werden. Die „-o“-Option zeigt die PID an und kann nur auf XP- und Windows-Server-2003-Systemen zum Einsatz kommen.

Ergänzend zur der bereits in der letzten Ausgabe beschriebenen Methode des Netzwerk-Scans, ist es auch möglich und sinnvoll, die offenen Ports eines Host-Systems mit Hilfe des folgenden Kommandos (auf dem Host) zu finden:

netstat –ano

Diese Kommando arbeitet sowohl auf Windows- als auch auf Unix-Systemen und liefert eine Anzeige, wie sie auf dieser Seite zu sehen ist. Wie auf diesem Bild ebenfalls erkennbar ist kann auf Window-XP- und auch auf Window-Server-2003-Systemen zusätzlich der Parameter „-o“ zum Einsatz kommen, der die entsprechende PID (Identifikationsnummer für den Prozess) auch mit anzeigt.

Es existiert aber noch eine weitere Methode, wenn es darum geht Netzwerkanwendungen zu entdecken, die das eigene Netz betreten oder verlassen: Eine Verschärfung der Überwachung an der Firewall. Wer dabei allerdings die „Deny“-Einträge auf dem externen Interface der Firewall anschaut, wird dort mit großer Wahrscheinlichkeit nur wenig verwertbare Informationen finden. Dafür existieren in diesen Log-Dateien Aufzeichnungen von einer Menge von „lautem Internet-Verkehr“ wie er beispielsweise von Würmern, Scannern und Ping-Prüfungen erzeugt wird. Untersucht man aber die Protokolle der erlaubten Pakete am internen Interface der Firewall, kann man den gesamten Netzwerkverkehr sehen, der das eigene Netzwerk betritt oder verlässt.

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