Ja – wenn die Leute Profile bauen, dann erweitern sie die UML nur ein bisschen. Aber unserer Erfahrung nach weisen die DSLs ganz andere Konzepte und Regeln auf. Wir hatten anfangs versucht, die UML anzupassen. Aber aus unserer Sicht war das aussichtslos. Und Microsoft ist letztlich wohl zum selben Ergebnis gelangt. Dazu kommt: Viele Experten, die sich bei Microsoft mit Tools beschäftigen, haben zuvor mit UML gearbeitet. Die wissen, was man damit machen kann und was nicht.
Wie schwer ist es, eine domänenspezifische Sprache zu definieren?
Es ist sicher schwierig, eine Sprache zu schaffen, wenn man eine allgemein gültige Lösung möchte. Baut man eine Sprache für ein eng umrissenes Anwendungsgebiet, dann ändert sich die Sache aber dramatisch.
Fußt das Ganze auf sehr mächtigen Frameworks?
Wir konzentrieren uns auf den Embedded-Sektor und benutzen in der Regel das Framework, das beim Anwender vorhanden ist. Das kann Autosar im Automobilbereich oder Symbian im Telekommunikationsumfeld sein. Wir prüfen meist nur, wie der Code-Generator das Framework ansprechen muss. fg