Um dem Thema Verschlüsselung ein wenig seiner Mystik zu nehmen, gibt dieser Artikel einen grundlegenden Einblick in Theorie und Praxis der symmetrischen Verschlüsselung.
In unserer heutigen, meist weniger martialischen Epoche hat die geheime Übermittlung von Daten eher noch an Bedeutung gewonnen. Bankgeschäfte werden über öffentliche Netze wie dem Internet abgewickelt und das Thema Wirtschaftsspionage sollte von keinem mit Technik arbeitendem Unternehmen unterschätzt werden. Mithilfe der Kryptografie, also der Lehre der Verschlüsselung, lässt sich für die sichere Übertragung auf unsicheren Medien einiges bewerkstelligen. Wie aber funktioniert Kryptografie?
Als Grundlage zur Beschreibung der Kommunikation zweier Parteien und der Bedrohung durch eine dritte dient in der Kryptografie das Gedankenmodell von Alice (Endpunkt A), Bob (Endpunkt B) und Mallory (von engl. „malicious“, dem Bösewicht). Alice kommuniziert also mit Bob und beide nutzen dazu ein Netzwerk, in dem Mallory sich möglicherweise physikalischen Zugang verschafft hat. Mit Hilfe der Verschlüsselung möchten Alice und Bob folgendes erreichen [1]:
· Sollte es Mallory gelingen, Daten abzufangen, darf er damit nichts anfangen können;