Bei der Auswahl des geeigneten Systemes sollte der Anwender aber darauf achten, dass die Virtualisierung ihn nicht in seiner Unabhängigkeit einschränkt. Es gibt derzeit nur wenige Hersteller, die eine von den Funktionen her vollständige Virtualisierung anbieten, die gleichzeitig für Storage-Systeme anderer Hersteller offen ist. Dazu zählen zum Beispiel Hitachi Data Systems (HDS) mit der USP-Reihe oder LSI mit dem Produkt SVM. Bei diesen Lösungen macht sich der Anwender nicht von ihrer Speicherlösung abhängig, weil sie eine große Anzahl an Speichersystemen von anderen Herstellern unterstützen.
Fazit
Bei der Auswahl der richtigen Virtualisierung müssen also die Kriterien und Bedürfnisse des Anwenders berücksichtigt werden. Wer Performance, Skalierbarkeit, Flexibilität und einfaches Management in den Vordergrund stellt, ist mit einer Out-of-Band- oder einer offenen Storage-System-basierten Lösung am besten bedient. Anwender mit geringeren Anforderungen in Bezug auf Skalierbarkeit und/oder Performance finden bei den In-Band-Appliances, wie sie von Datacore, Falconstor oder IBM angeboten werden, sicher einen guten Einstieg. Eine scharfe Schnittlinie ist hier nicht zu ziehen. Wichtig ist, dass sich die Technik den geschäftlichen Anforderungen anpasst – und nicht umgekehrt.
André Dieball/dp André Dieball ist Head of Technical Services bei Zycko Networks.