Santa Clara (fm) – Von AMD unter Zugzwang gesetzt, bringt jetzt auch Intel seine ersten x86-Prozessoren mit No-Execute-Schutzfunktion auf den Markt.
Die bei Intel unter der Bezeichnung Execute Disable Bit (EDB) laufende Technik wird in alle neuen Pentium-4-Modelle der 5xx-Serie für den Prozessorsockel T eingebaut. Im Zusammenspiel mit dem Betriebssystem Windows XP Servicepack 2 verspricht diese Schutz gegen die für Hacker- und Wurmangriffe gern genutzten Pufferüberläufe.
Bei den zunächst nur widerstrebend übernommenen 64-Bit-Erweiterungen für die x86-Plattform gibt Intel jetzt ebenfalls Gas. Nachdem man im Serverbereich entsprechende Chips eingeführt hat, folgen nun die passenden Entwickler-Tools. So unterstützen die Intel Compilers in Version 8.2 die EM64T- Adresserweiterungen (Extended Memory 64 Technology). Die Programmierhilfen Integrated Performance Primitives, Math Kernel Library und Vtune Performance Analyzers wurden angepasst.
Auch die Intel-Cloner Via und Transmeta folgen dem Branchentrend. Auf der Branchenkonferenz Fall Processor Forum in San Jose gab Via einen Ausblick auf seinen 64-Bit-Core Isaiah. Der Chip soll in der ersten Hälfte 2006 auf den Markt kommen und mit Stromsparfunktionen sowie leistungsfähiger Fließkommaverarbeitung aufwarten. Transmeta-Chef Dave Ditzel kontert mit eigenen 64-Bit-Erweiterungen, die bereits fest auf der Roadmap für künftige Versionen des Efficeon-Prozessors stünden.