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Thema: Nachrichten
Ausgabe: 44/2004
Seite: 2

Unix-Server aus Armonk skalieren jetzt bis auf 64 Prozessorkerne

IBM bleibt mit Risc der Chef im Serverring

München (fm) – IBM frischt sein Unix-Serverangebot nun auch im Highend auf. Die Risc-basierten Squadron-Systeme der Armonker halten die Sparc-Fraktion ebenso in Schach wie die erstarkende Itanium-Konkurrenz.


Mit einem Rekordergebnis im SAP-SD-Benchmark lässt IBM sein neues Server-Flaggschiff vom Stapel. 20 000 Nutzer des Walldorfer Vertriebsmoduls (2-Tier-Konfiguration) versorgt das P5-Modell 595 im 64- Wegebetrieb – und hält die nach CPUs höher skalierende Sparc-Konkurrenz von Fujitsu und Sun klar auf Distanz.

Maßgeblichen Anteil an der Performanz der P5-Serie hat der zweikernige Power-5-Prozessor: Mit 1,9 Gigahertz Systemtakt erweist er sich nach Spec-CPU-Leistungswerten (www. spec.org) dem als Risc-Killer angetretenen Itanium 2 als mindestens ebenbürtig. Im Risc-Lager selbst liegt er deutlich vorn; allerdings hat Sun mit dem eben vorgestellten, ebenfalls zweikernigen Ultrasparc IV+ Boden gut machen können.

Auch bei den Virtualisierungsmöglichkeiten geht Big Blue ein Stückchen weiter als die Konkurrenz. Über Micropartitioning lässt sich jeder CPU-Kern in bis zu 10 Fraktionen aufteilen. Und dank Simultaneous Multithreading (SMT) kann jede Zehntel-CPU nochmals zwei Programm-Threads parallel verarbeiten.

Systemseitig liegt die Obergrenze bei 254 logischen Partitionen. Praktisch sind die Unterteilungsmöglichkeiten etwa für Migrationszwecke. Der An-wender kann sehr leicht den Hardwareumstieg und das damit verbundene Betriebssystem-Upgrade zeitlich entzerren. Auch sehen Marktforscher bereits als Trend, dass eine steigende Zahl von Anwendungen auf den großen Unix-Kisten gefahren wird. „Big Iron Unix wird jedes Jahr den Mainframes ähnlicher“, kommentiert Illuminata-Analyst Gordon Haff. IBM-internen Schätzungen zufolge nutzen bereits beim Squadron-Vorgänger P690 mindestens 80 Prozent der Anwender die logische Partitionierung.



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