Framingham (fm) – Getrieben vom anhaltend boomenden x86-Segment hat der Server-Weltmarkt zum sechsten Mal in Folge positive Quartalszahlen erbracht.
Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Umsätze um 5,5 Prozent auf 11,5 Milliarden Dollar. Während Linux- und Windows-basierte Lowend-Systeme zweistellige Zuwachsraten erzielten, konnte die Unix-Fraktion lediglich bei den Stückzahlen um gut 8 Prozent zulegen. Der Umsatz sank dabei um 2,3 Prozent: Ein Indiz für den immer stärker werdenden Preisdruck, der gerade den Midrange-Bereich – bei IDC Systeme zwischen 25 000 und 500 000 Dollar – ausbluten lässt. Dort sind die Umsätze um 10 Prozent geschrumpft.
Marktführer bleibt IBM mit 31,7 Prozent Marktanteil vor HP mit 26,8 Prozent. In technischer Hinsicht lässt Big Blues Unix-Flaggschiff P5 595 mit einem Fabelweltrekord im Datenbank-Benchmark TPC-C die Muskeln spielen. Die Marktforscher von Gartner kritisieren jedoch den hohen Systempreis. Potenziellen Käufern raten die Analysten, einen Rabatt von wenigstens 40 Prozent auszuhandeln – oder gleich zum kleineren Modell 570 zu greifen, dem sie ein günstigeres Preis-Leistungsverhältnis bescheinigen. Seite 9