Framingham (jf) – Fehlende Dienstleistungsangebote zur Implementierung von Funk-etiketten (RFID) werden Walmarts Hoffungen auf eine Logistik-Revolution erst mal verzögern. Bis 2008, so IDC, wird diese Servicesparte allerdings um fast die Hälfte zulegen.
Nur 30 Prozent der von Walmart geforderten Top-100-Lieferanten werden bis Januar 2005 RFID in Pilotprojekten getestet haben. Dem Rest mangelt es nicht etwa an Vertrauen in die Technologie, sondern an geeigneten Dienstleistern, wie eine Studie von Abi Research feststellt. „Bislang hat es kaum RFID-Integratoren gegeben“, erklärt Analyst Erik Michelsen. „Sun, HP, IBM, Oracle, SAP und Microsoft sind gerade erst in dieses Geschäft eingestiegen.“
Dienstleistungen zur Implementierung und Integration sieht auch ein Report von IDC als Schlüssel für den Erfolg der Funketiketten. Allein in diesem Jahr werde diese Servicesparte weltweit um 47 Prozent auf ein Gesamtvolumen von zwei Milliarden Dollar wachsen. Als Treiber dieses Aufschwungs bewerten die Analysten große Handelskonzerne, die sich mit- hilfe dieser Technologie Wettbewerbsvorteile erkämpfen. 66 Prozent der Anwender verlassen sich laut IDC-Umfrage bei RFID-Projekten am liebsten auf externe IT-Dienstleister. Die Bran- chengrößen haben diesen Trend längst erkannt. Sie entwickeln Service Level Agreements für RFID-Projekte und bereiten ihre Logistik-Consultants mit Sonderschulungen auf die zu erwartende Nachfrage vor.