München (ht) – Verzögerungen bei der Verbreitung von UMTS prognostizieren die Marktforscher von IDC auch für das kommende Jahr. Die Gründe sehen die Analysten hauptsächlich in der langsamen Entwicklung von überzeugenden Services und Inhalten. Dagegen zeichne sich bei den Endgeräten eine stetige Verbesserung in Bezug auf den Formfaktor und eine längere Gesprächsdauer ab. Die Sprachtelefonie wird nach Aussage des Marktforschungsunternehmens Gartner der wichtigste Dienst im Mobilfunkgeschäft bleiben. Da die UMTS-Netze größere Kapazitäten bieten, könnten die Carrier die Preise für Anrufe per Handy jedoch deutlich senken. Bei den Geschäftskunden setzen die Anbieter weiter auf PC-Karten, die UMTS und lokale Funknetztechnologie (WLAN) mit einander kombinieren. Mit klassischen E-Mail-Diensten und dem mobilen Zugriff auf Daten im Unternehmensnetz allein wird sich UMTS auch 2005 schwer tun. Nur neue Anwendungen, etwa im Bereich der Telematik, können dem 3G-Datenfunk zum Durchbruch verhelfen.